Anreise:
      Tag Monat Jahr
      Nächte Zimmer/App. Personen*
      * pro Zimmer / Appartment
      Unterkunftsart
      © feratel media technologies AG

        Weinkunde von A - Z

        AB | CD EFGHIJKLMNOPQRST UVWZ 

         

         

        A

        Abbeeren:

        auch entrappen oder rebeln genannt. (Entfernen der Stiele vor dem Pressen der Trauben. 

         

        Abgang (Schwanz):

        Nachgeschmack, den der Wein nach dem Schlucken hinterläßt. Ein schöner, nachhaltiger Abgang ist ein besonderes Gütemerkmal für den Wein. 

         

        Abstich:

        auch Abzug genannt. Durch Umpumpen in ein anderes Faß wird der Wein von den Hefen (beim Weißwein) bzw. von den Schalen (beim Rotwein auch „von der Maische abziehen" genannt) getrennt. Ende der Gärung.

         

        Adstringierend:

        Geschmackseindruck bei jungen, im Gerbstoff aggressiven Rotweinen.

         

        Äthylalkohol:

        auch Äthanol. Alkohol in hochwertiger Form im Wein.

         

        Ahr:

        Hauptsächliche Rebsorten: Portugieser, Spätburgunder, Riesling und Müller-Thurgau. Rotweine von der Ahr sind im Geschmack fein, samtig, gehaltvoll und elegant; Weißweine sind eher rassig. Gilt als Deutsches Rotweinparadies.

         

        Alkohol:

        entsteht während der Gärung durch Umwandlung des Zuckers im Most. Je nach Zuckeranteil schwankt der Alkoholgehalt des Weins zwischen 8,5 und 15 Volumenprozent.

         

        Altersbukett (Firne) :

        lange gelagerte und gereifte Weine entwickeln einen angenehmen Altersgeschmack. Bei hochwertigen Weinen gilt die Firne als Qualitätssteigerung.

         

        Amerikanerreben:

        amerikanische Ursprungsreben, die heute als Unterlagsreben für die europäischen Edelreben verwendet werden, weil sie sich als resistent gegen die Reblaus erwiesen haben.

         

        Ampelographie:

        Rebenkunde

         

        Amtliche Prüfungsnummer:

        erst nach Erteilung der A. P. Nr. und der damit verbundenen Prüfung seitens der Prüfungsbehörde dürfen Qualitätsweine b. A. und Prädikatsweine als solche in den Verkauf gebracht werden. In keinem anderen Land, außer in Deutschland, existiert eine Prüfung der Weine in dieser strengen Art.
        Die erste Zahl der A. P. Nr. steht für die Prüfstelle (z.B. 4 = Rheinhessen), der zweite Zahlenblock für den Ort des Erzeugers, der dritte für den Erzeugerbetrieb. Der vorletzte Zahlenblock gibt die geprüfte Partie des Erzeuger wieder und die letzten beiden Zahlen der Prüfungsnummer stehen für das Jahr der Prüfung.

         

        Annata:

        italienisch für Jahrgang. Auch Bezeichnung für einen jungen, schon im Jahr nach der Lese freigegebenen Wein.

         

        anreichern:

        enthält der Traubenmost zu wenig natürlichen Zucker, so wird vor der Gärung Zucker zugesetzt, um den Alkoholgehalt des entstehenden Weines zu erhöhen. Nur Prädikatsweine dürfen nicht angereichert werden.

         

        Aoc, Ac:

        Appellation d'Origine contrôlée. Höchste französische Qualitätsstufe für Wein.

         

        Apfelsäure:

        natürlicher Bestandteil des Weins. Bei frischen Weißweinen geduldet, bei Weißweinen die im Barrique ausgebaut werden, meinst unerwünscht.

         

        Aromastoffe:

        Wein enthält ca. 600 verschiedene Geschmacksstoffe, von denen aber erst die Hälfte analysiert sind. Obwohl sie nur einen Anteil von ungefähr 0,02% am Wein besitzen, beeinflussen sie die geschmacklichen Eigenschaften des Weins ganz entscheidend.

         

        Assemblage:

        Mischen gleichen Weins aus verschiedenen Fässern unterschiedlicher, aber zueinander passender Weinpartien oder verschiedener Rebsorten zu einem einheitlichen Wein.

         

        aufspriten:

        Steigerung des Alkoholgehaltes eines Weines durch Zusatz von Destillaten. In Deutschland verboten!

        Ausbau: Reifung des Weins in Holzfässern, Edelstahltanks oder anderen Behältnissen für die bessere Trinkreife.

         

        Ausbruch:

        Beerenauslese aus Rust am Neusiedlersee (Österreich), gewonnen aus überreifen oder Trauben mit Edelfäule von mindestens 138 Grad Öchsle Mostgewicht.

         

        Auslese:

        Prädikat für die dritte Stufe von Qualitätsweinen mit Prädikat. Die Auslese steht über dem Kabinett und der Spätlese. Ausleseweine bestechen durch ihre Reife und die Fülle des Buketts. Für sie dürfen nur gesunde, vollreife, oft edelfaule, Weintrauben verwendet werden . Das Mindestmostgewicht beträgt 85 bis 105° Öchsle.

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        B

         

        Bacchus:

        Sohn Jupiters und der Selmele – der römische Gott des Weins!

         

        Bacchus:

        neuere Rebsorte, die hauptsächlich in Rheinhessen und der Rheinpfalz angebaut wird. Sie ist fruchtig und harmonisch und hat einen interessanten Muskatton.

         

        Baden:

        Hauptsächliche Rebsorten: Müller-Thurgau, Spätburgunder, Ruländer, Gutedel, Riesling und Silvaner. Baden bietet eine Vielfalt an glutvollen, blumigen, lieblichen, und entsprechend alkohol- und körperreichen Weinen.

         

        Balthasar:

        Weinflasche mit 12 Liter Inhalt.

         

        Barrique:

        Kleines Eichenholzfaß mit 225 Liter Inhalt, einst für Bordeauxweine entwickelt, heute in aller Welt verbreitet.

         

        Beerenauslese:

        Prädikat für die vierte Stufe von Qualitätsweinen mit Prädikat. Die Beerenauslese steht über dem Kabinett, der Spätlese und der Auslese. Sie ist ein wunderbarer, reifer, voller und fruchtiger Wein mit dem Aroma der Botrytis-Edelfäule. Für die Beerenauslese werden nur überreife, edelfaule Beeren genommen. Das Mindestmostgewicht beträgt mindestens 110° Öchsle.

         

        Blanc de Blancs:

        nur aus weißen Trauben (Chardonnay) gekelterter Champagner.

         

        Blanc de Noirs:

        Champagner aus blauen Trauben (Pinot noir und/oder Pinot Meunier), weiß gekeltert.

         

        blank:

        Wein, der keinerlei Trübstoffe mehr enthält. Bei stilvollen Weinproben wird die Blankheit vor einer brennenden Kerze geprüft. Besteht er diese Probe, so darf er sich blitzblank nennen.

         

        blaß:

        Fachwort für einen Wein, mit zu geringem Farbstoffgehalt.

         

        Blauer Portugieser:

        diese vermutlich aus Ungarn stammende Rebe ist seit dem 18./19. Jahrhundert in Süddeutschland heimisch. Er ist ein unkomplizierter und süffiger Wein. Als leichter, bekömmlicher Schoppen- oder Tischwein ist er sehr beliebt.

         

        Blauer Spätburgunder:

        stammt aus der alten französischen Provinz Burgund. Liefert edelste Rotweinsorten in Deutschland. Charakteristisch für ihn ist sein samtig-feuriger Geschmack. Der Riesling unter den Rotweinen!

         

        Blume (Bukett):

        Fachbegriff für den Duft des Weines. Der Geruch des Weins ist ein wichtiges Kriterium bei der Qualitätsbeurteilung. Das Bukett des ausgebauten Weines ist nach Rebsorte und Jahrgang sehr verschieden. Auch spielt die geographische Lage eine entscheidende Rolle.

         

        Böckser:

        unspezifischer Ausdruck für Geruchs- oder Geschmacksfehler im Wein. Dabei wird unterschieden zwischen bleibenden Weinfehlern (Essigstich, Milchsäurestich) und vorübergehenden Unsauberkeiten (etwa Hefe- oder Schwefelwasserstoffböckser, Muffton), die verschwinden, wenn der Wein Luft bekommt.

         

        Botrytis Cinerea:

        ein Schimmelpilz, erwünscht für Sauternes, aber auch Beeren- und Trockenbeerenauslesen (Edelfäule).

         

        Brandig:

        streng alkoholisch.

         

        Brut:

        französich für trocken. Champagner darf 15 Gramm Restzucker pro Liter haben.

         

        Bukett:

        Gesamtheit der Geruchseindrücke eines Weins.

         

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        D

         

        Degustation:

        Weinverkostung, Weinprobe.

         

        Dekantieren:

        Umgießen von Wein aus einer Flasche in eine Karaffe.

         

        demi-sec:

        halbtrocken, entspricht bei Champagner "süß"

         

        Depot:

        Ablagerung, meist bei hochwertigen Rotweinen, am Flaschenboden. Zeichen hoher Flaschenreife!

         

        Dessertwein:

        Sammelbezeichnung für alle süßen Weine, auch wenn sie nicht nur zum Dessert getrunken werden.

         

        Deutscher Tafelwein:

        nach dem deutschen Weingesetz, Wein der geringsten Güteklasse. Hierzu zählt auch der deutsche Landwein. Er muß Mindestanforderungen in Bezug auf Alkohol- und Gesamtsäuregehaltes entsprechen. Anreicherung ist gestattet.

         

        Diabetikerwein:

        trockener Wein mit maximal 4 Gramm Restzucker pro Liter.

         

        D.O.:

        Donaminación de Origen, kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Weine in Spanien.

         

        DOC(G):

        Denominatione di Origine Controlata (e Garantita) = Kontrollierter Anbau und Herkunftsbezeichnung (mit Garantie)

         

        Domaine:

        In der Bourgogne oder der Provence gebräuchlich für Weingut

         

        Dosage:

        eine Mischung aus Most, Wein, Zucker , gelegentlich auch aus süßem Branntwein, wird Schaumweinen nach dem Degorgieren zur Abrundung des Geschmacks und zum Auffüllen zugegeben. Bestimmt den Süßegrad.

         

        Doux:

        süß

         

        Durchgegoren:

        Weine, die nach der Gärung keinen nennenswerten natürlichen
        Restzucker mehr haben.

         

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        E

         

        Echter Mehltau:

        Auch Oidium genannt. Pilzkrankheit, die alle grünen Teile der Rebpflanze befällt und mit einem spinnwebartigen Netz überzieht, so daß sie absterben.

         

        Edelfäule:

        Schimmelpilz (auch Botrytis Cinerea), dessen Sporen die Beerenhaut durchdringen. Das Wasser in den Beeren verdunstet, die schrumpeln, die Inhaltsstoffe, Zucker und Säure werden konzentriert.

         

        Edelstahltank:

        seit den 60er Jahren Gefäße zur Vergärung und zum Ausbau des Weins. Sie sind hygienisch, geschmacksneutral und ermöglichen die Kontrolle der Gärtemperatur.

         

        Edeltrauben:

        Bezeichnung für Rebsorten, die Spitzenweine liefern. Dazu zählen bei Weißweinen Riesling, Gewürztraminer, Ruländer, Weißburgunder und bei den Rotweinen der Blaue Spätburgunder.

         

        Edelzwicker:

        Verschnitt aus edlen Weißweinen, besonders gut aus dem Elsaß (mit A.O.C.)

         

        Eiswein:

        wird aus Trauben gewonnen, die bei der Lese gefroren waren. Dabei müssen im Weinberg mindestens minus 7°C herrschen. Beim Keltern fließt das gefrorene Wasser nicht ab; nur der konzentrierte Traubensaft bleibt übrig. Eiswein ist eine Rarität der ganz besonderen Art!

         

        Eiweiß:

        wird zur Klärung von Rotweinen verwendet. Je nach Größe des Fasses werden dem Wein ein bis fünf Eiweiße zugegeben, die den Bodensatz (Hefe und Trübstoffe) binden. Durch Abstich oder Filtern wird der Wein danach klar.

         

        Entrappen:

        Abbeeren

         

        Entsäuern:

        in kühlen Weinbauregionen wie Deutschland eine legale Maßnahme, um zu hohe Säure im Weißwein zu mildern. Verwendet wird meist Kalziumkarbonat. Eine andere Methode ist der biologische Säureabbau.

         

        Entschleimen:

        Methode zur Säuberung von Mosten, um reintönige Weine zu erhalten. Die schönste Methode: durch Kühlen und Stehenlassen des Mostes.

         

        Ertragsbegrenzung:

        Verzicht auf Menge, um dafür die Qualität der Trauben zu erhöhen. Geschieht meist durch Beschnitt der Reben.

         

        Erzeugerabfüllung:

        nur ein Wein, der aus dem eigenen Weinberg stammt, selbst gekeltert, bereitet und abgefüllt worden ist, darf diese Bezeichnung tragen.

         

        Etikett:

        einzige Informationsquelle für den Weinkäufer etwas über den Wein zu erfahren. Alle Angaben auf dem Etikett werden durch das deutsche Weingesetz geregelt. Qualitative Beschaffenheit und Herkunft des Weins sind dadurch geschützt und schließen so Etikettenschwindel fast aus.

         

        Extra brut:

        bezeichnet einen Champagner mit weniger als 6 Gramm Restzucker pro Liter, also trocken.

         

        Extra dry:

        bezeichnet einen Champagner mit 12 bis 20 Gramm Restzucker pro Liter, also süß.

         

        Extraktion:

        bei Rotweinen Auslaugen der Gerbstoffe und Farbpigmente aus der Beerenhaut bei der Maischegärung.

         

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        F

         

        Faberrebe:

        Kreuzung der beiden Reben des Müller-Thurgaus und des Weißen Burgunders. Sie bringt einen frischen, fruchtigen und rassigen Wein mit etwas mehr Säure als der Müller-Thurgau.

         

        Falscher Mehltau:

        für Rebblätter gefährliche Pilzkrankheit.

         

        Farbe:

        Die Farbe eines Weins wird im Glas, am besten vor einer weißen Fläche, beurteilt. Sie gibt u. a. Aufschluß über das Alter des Weins.

         

        Faßinhalte: Stück:

        1200 Liter, Halbstück: 600 Liter, Fuder: 1000 Liter (auch 900 und 960 Liter), Ohm : 150 (auch 160 Liter), Eimer: 160 Liter.

         

        Fattoria: ital.:

        Weingut, landwirtschaftlicher Betrieb.

         

        Federweißer:

        noch nicht völlig vergorener, trüber Most, der viel Kohlensäure und auch schon Alkohol besitzt. In der Rheinpfalz Bitzler, in Württemberg Sauser oder Suser genannt.

         

        Finesse:

        Feinheit eines Weins.

         

        Firn:

        charakteristischer Alterston, den überlagerte oder auch falsch gelagerte - und deshalb frühzeitig gealterte - Weine annehmen.

         

        Flaschengärung:

        die zweite Gärung bei Grundweinen, die bei Champagner und anderen nach der klassischen Methode hergestellten Schaumweinen in der Flasche stattfindet. Dabei bildet sich Kohlensäure.

        frais: kühl, frisch

         

        Fränkisch-Trocken:

        in Franken übliche Bezeichnung für Weine mit nicht mehr als 4 Gramm Restzucker pro Liter.

         

        Franken:

        Hauptsächliche Rebsorten: Müller-Thurgau, Silvaner, Riesling. Aus Franken stammen markante, kernige, anregende und oft körperreiche Weine. Frankenweine werden meist in den berühmten Bocksbeutelflaschen abgefüllt.

         

        Frizzante:

        ital. für einen leicht perlenden Schaumwein, der in der Flasche nur teilweise vergoren ist oder dem Kohlensäure zugesetzt wurde. Am bekanntesten sind Prosecco und Moscato d'Asti frizzante. Auch bei Freisa und Lambrusco üblich.

         

        Frost:

        Ende Oktober oder Anfang November erwünscht, weil Frost die Möglichkeit zur Eisweinlese bietet.

         

        Fruchtsäure:

        Gesamtheit der im Wein enthaltenen Säuren; hauptsächlich Wein- und Apfelsäure.

        Fruchtzucker (Fructose, Lävulose): bildet zusammen mit dem Traubenzucker die Süße der Trauben. Weinhefe spaltet den Fruchtzucker in Alkohol und Kohlensäure.

         

        Fumé Blanc:

         in Amerika Name für einen im Barrique ausgebauten Sauvignon blanc. Ganztraubenpressung: Keltern von Weintrauben ohne Entrappen, um hochwertigere Moste zu erhalten.

         

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        G

         

        Gärung:

        unter Einwirkung von Hefen wird der Zucker im Most je zur Hälfte in Alkohol und Kohlensäure gespalten. Bei einem Alkoholgehalt von ungefähr 15% stoppt die Tätigkeit der Hefen. Deshalb gibt es auch keinen Wein, der einen höheren Alkoholgehalt besitzt, es sei denn er wurde aufgespritet.

         

        Gelatine:

        Weinzusatzstoff, mit dem Proteine aus dem Rotwein herausgeholt werden.

         

        Gelbes Weinsiegel:

        dieses Gütesiegel wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) an trockene Weine verliehen, wenn deren Zuckergehalt 4 g pro Liter nicht übersteigt. Nicht alle Weine mit dem Gelben Weinsiegel sind für Diabetiker geeignet!

         

        Glühwein:

        meist aus Rotwein hergestelltes Weingetränk , dem Gewürze (Zimt, Zitrone, Muskatnuß, Nelken, usw.) und Zucker zugesetzt wird und dann erhitzt wird.

         

        Glycerin:

        süßschmeckender, ungiftiger, höherwertiger Alkohol. Er entsteht bei der natürlichen Gärung. Glycerin verleiht dem Wein Vollmundigkeit und Fülle.

         

        Grand cru:

        in Bordeaux und Burgund gebräuchliche Bezeichnung für die besten Châteaux-Weine bzw. die besten Lagen. Die Einstufung als Grand cru beruht auf einer Klassifikation der besten Weinqualitäten und Weinbergslagen.

         

        Grand vin: frz.:

        großer Wein, bezeichnet in Bordeaux den Hauptwein eines Château gegenüber dem Zweitwein.

         

        Gran reserva:

        spanischer Rotwein, der sechs Jahre im Keller gereift ist, davon mindestens zwei Jahre im Holzfaß.

         

        Graufäule:

        Schimmelbefall der Traube, durch den die Beerenhaut und das Fruchtfleisch zerstört werden. Der Faulpilz tritt besonders nach Regenfällen im September oder Oktober auf.

         

        Grün:

        Wein mit unreifer Säure. Halbstück: Bezeichnung für Holzfässer mit 600 Liter (Rheingau) oder 500 Liter Fassungsvermögen (Mosel).

         

        Grünes Weinsiegel:

        wird von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) an halbtrockene Weine verliehen, wenn deren Restzuckergehalt 18 g pro Liter nicht übersteigt.

         

        Grundweine:

        Basisweine bei der Sektherstellung.

         

        Güteklassen:

        Tafelwein: Tafelwein, Landwein. Qualitätswein: Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete. Qualitätswein mit Prädikat (Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein). Alle Güteklassen sind genau nach dem Weingesetz geregelt.

         

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        H

        Halbtrocken:

        Geschmacksangabe für Weine mit einem Gehalt an Restzucker zwischen 10 und 18 Gramm pro Liter.

         

        Halsschleife:

        sitzt über dem Bauchetikett am Hals der Weinflasche.

         

        Haltbarkeit:

        sie richtet sich nach der Qualität des Jahrganges, nach der Rebsorte, der Verarbeitungsweise und nach Art der Lagerung. Grundsätzlich gilt: einfache Weine bald trinken. Kabinettweine und Spätlesen können zwei bis fünf Jahre gelagert werden. Auslesen entwickeln ihre volle Reife erst nach fünf bis zehn Jahren.

         

        Handrefraktometer:

        mit diesem Gerät ist es möglich bereits vor der Lese mit Hilfe von Mostgewichtsmessungen den späteren Alkoholgehalt vorauszubestimmen. Funktioniert nach dem Prinzip der Lichtbrechung.

         

        Hart:

        Wein mit unreifem, zu jungem Tannin.

         

        Hefe:

        einzellige, pflanzliche Mikroorganismen. sitzen auf den Beerenhäuten, geht bei der Traubenpressung in den Most über und bewirkt die Umwandlung des Zuckers in Alkohol und Kohlensäure. Wenn zuwenig Hefen im Most vorhanden sind, muß die Gärung mit Reinzuchthefen in Gang gesetzt werden.

         

        herb:

        Fachwort für Weine mit hohem Gerbstoffgehalt.

         

        Herbstbann:

        Schließung der Weinberge kurz vor der Lese, um Traubendiebe aus den Weinbergen fernzuhalten.

         

        Hessische Bergstraße:

        Haupsächliche Rebsorten: Riesling, Silvaner und Müller-Thurgau. Von dort kommen durch angenehme Fruchtsäure herzhaft-frische Weine.

         

        Heuriger:

        1. in Österreich gebräuchliche Bezeichnung für Winzerlokale, in denen eigener Wein ausgeschenkt wird. 2. Bezeichnung für den jungen Wein in Österreich.

         

        Histamin:

        in geringen Mengen im Rotwein enthaltener Stoff (1,5 bis maximal 10 Milligramm pro Liter), der allergische Reaktionen auslösen kann. Holzgeschmack: normalerweise erwünschte Geschmackskomponente eines im neuen Eichenholzfaß (Barrique) ausgebauten Weins. Als Vanille- oder Röstton schnell erkennbar. Wenn der Holzgeschmack dominiert, spricht man von überholzten Weinen.

         

        hochfarbig:

        bei besonders hochwertigen oder alten Weinen auftretende bernsteinfarbene Verfärbung. Entsteht durch Oxidation, vor allem dann, wenn der Wein nicht ausreichend geschwefelt wurde.

         

        Huxelrebe:

        Rebsorte, die nach dem Winzer Fritz Huxel benannt wurde. Liefert häufig Prädikatsweine mit einem angenehmen Muskat-Bukett und verbindlicher Säure.

         

        Hybridrebe:

        Kreuzung von amerikanischen Reben mit europäischen (Vitis-vinifera-Reben). Haben sich nicht durchgesetzt, weil die Weine oft fremdartige Aromen aufweisen.

         

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        I
        Internationale Rebsorte:

        Bezeichnung für weltweit angepflanzte Rebsorten wie Merlot, Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Pinot noir, Sauvignon blanc.

         

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        J


        Jahrgangssekt:

        Qualitätswein, der mindestens zu 75 % aus Trauben eines Jahrgangs hergestellt wurde.

         

        Johannisberg:

        1. im Schweizer Wallis erzeugter Weißwein aus Sylvanertrauben.
        2. berühmtes Schloß im Rheingau mit ebenso berühmten Rieslingweinen.

         

        Johannisberger Riesling:

        in Kalifornien gebräuchliche Bezeichnung für die Rebsorte Weißer Riesling.

         

        Johannisberger Riesling:

        in Kalifornien gebräuchliche Bezeichnung für die Rebsorte Weißer Riesling.

         

        Jungwein:

        Wein, dessen alkoholische Gärung noch nicht ganz abgeschlossen und der noch nicht von der Hefe getrennt ist.

         

        Junger Wein:

        soeben abgefüllter, trinkfertiger Flaschenwein.

         

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        K

         

        Kabinett:

        Prädikat für die erste Stufe von Qualitätsweinen mit Prädikat. Kabinettweine sind ausgereifte, leichte Weine. Für sie dürfen nur voll ausgereifte Weintrauben verwendet werden . Das Mindestmostgewicht liegt zwischen 70° und 81° Öchsle, je nach Rebsorte.

         

        Kaltgärung:

        vor allem bei modernen Weißweinen praktizierte Gärmethode, nach der die Moste bei 14 bis 18 Grad Celsius langsam vergoren werden, um duftige, frische und jung trinkbare Weine zu bekommen.

         

        Kamm:

        auch Rappen genannt, Stiel der Weintraube.

         

        Kanzler:

        Kreuzung zwischen Müller-Thurgau und Silvaner. Liefert hervorragende Qualitätsweine und feine, elegante Spät- und Auslesen.

         

        Kelter:

        Traubenpresse. Das Wort geht auf das lateinische calcatura (Stampfen) zurück.

         

        Kerner:

        Kreuzungszüchtung aus der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg. Bringt frische, rassige und fruchtige süffige Weine mit rieslingähnlichem Charakter.

         

        Kernig:

        Bezeichnung für einen Wein mit kräftiger Säure, der Festigkeit, Biß und Kern hat, aber noch nicht auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung ist.

         

        klären:

        Trennen des Weins von verunreinigenden Stoffen, Trauben- und Heferückständen.

         

        Klingelberger:

         in der Ortenau (Baden) gebräuchliche Bezeichnung für den Riesling.

        Körperreich: Eigenschaft eines extraktreichen Weins.

         

        Kohlendioxyd:

        während der Gärung entstehendes Gas, das normalerweise in die Luft entweicht. Die Weine sind daher, wenn sie abgefüllt werden, still. (Stillweine). In Schaum- und Perlweinen, die in geschlossenen Behältern vergoren wurden, bleibt Kohlendioxyd enthalten. Auch in jungen Weißweinen können noch Reste von Kohlensäure vorhanden sein. Sie machen den Wein spritzig. In gelagerten Weinen, insbesondere in reifen Rotweinen, darf dagegen keine Kohlensäure enthalten sein.

        Kohlensäuremazeration: Methode, um Farbe und Frucht zu intensivieren. Ungepreßte, danze Trauben werden unter Sauerstoffabschluß mit Kohlensäure enzymatisch vergoren. Typisch ist die Kohlensäuremazeration für den Beaujolais.

         

        Korken:

        Flaschenverschluß aus der Rinde der Korkeiche. Sie wächst vor allem in Portugal, Spanien, Sardinien und in Nordafrika. Die Rinde wird, nachdem sie vom Baumstamm gelöst ist, ein halbes Jahr gelagert, dann gekocht, gebleicht und desinfiziert, bevor der eigentliche Korken herausgestanzt wird. Die Haltbarkeit eines Korkens beträgt, je nach Luftfeuchtigkeit im Keller, mindestens 25 Jahre. Danach muß eine Flasche gegebenenfalls neu verkorkt werden.

         

        Korkgeschmack:

        kommt von einem schlechten, meist fauligen Korken. Ein irreparabler Schaden!

         

        kratzig:

        Weinfehler, bei dem der Wein in der Regel zuviel Schwefel enthält.

         

        krautig:

        Geschmackston, der bei Weinen aus Cabernet franc, Cabernet Sauvignon und Merlot auftritt, wenn die Trauben nicht vollreif gelesen wurden.

         

        Kreuzung:

        neue Rebsorte, die durch Kreuzung von zwei alten Rebsorten entstanden ist: Müller-Thurgau (Riesling mit Gutedel), Kerner (Trollinger mit Riesling) und Rieslaner (Silvaner mit Riesling).

         

        Kupfersulfat:

        Spritzmischung (auch als Bordelaiser Brühe bekannt), die die Blattbildung stärkt und die Widerstandskraft des Rebstocks gegen Schädlinge erhöht.

         

        kurz:

        Wein ohne nennenswerten Geschmacksnachhall, wird gerügt als "kurz im Abgang".

         

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        L

         

        Landweine:

        Begriff aus der deutschen Weingesetzgebung für einfache Weine, die nicht den besonderen Ansprüchen des Qualitätsweines entsprechen müssen. Er gehört zur Gruppe der Tafelweine.

        Lang: Wein, der im Geschmack lange nachklingt, wird gelobt als "langer Abgang".

         

        leicht:

        Eigenschaft eines Weins mit niedrigem Alkoholgehalt.

         

        Lese:

        Weinernte

         

        Lesetechnik:

        Im Qualitätsweinbau gelten verschiedene Lesezeitpunkte und -formen: Vorlese (Auslese frühreifer oder verfaulter Trauben), Hauptlese (Einbringen vollreifer Trauben), gestaffelte Lese (in mehreren Durchgängen), selektive Lese (Auslese edelfauler Trauben), negative Auslese (Auslese fauler Trauben vor der Lese), positive Auslese (Auslese gesunder oder edelfauler Trauben).

         

        Liebfrauenmilch:

        lieblicher deutscher Exportweißwein der untersten Preiskategorie. Verantwortlich für den schlechten Ruf des deutschen Weins im Ausland.

         

        Likörweine:

        Dessertweine mit mindestens 15 Volumenprozent Alkohol (Port, Sherry, Marsala, Banyuls, Madeira).

         

        Lüften:

        Rotweinflaschen sollten möglichst 1– 2 Stunden vor dem Einschenken entkorkt werden. Dadurch entfaltet er sein volles Bukett.

         

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        M

         

        Maderisiert:

        Ausdruck für Weine, die ihren Höhepunkt überschritten haben, oxydiert sind und dabei einen unfrischen, süßlichen, oft an Maggikraut erinnernden Duft verströmen.

         

        Magnum:

        Weinflasche mit 1,5 Liter Inhalt.

         

        Maischeerhitzung:

        Erhitzung der Maische auf etwa 60 bis 80 Grad Celsius, um mehr Farbpigmente aus der Beerenhaut zu extrahieren.

         

        Maichegärung:

        Vergärung auf der Maische, dem unvergorenen roten Traubensaft samt Schalen und Kernen.

         

        Malolaktische Gärung:

        auch Milchsäuregärung oder biologischer Säureabbau (BSA), Umwandlung der aggressiven Apfelsäure in die mildere Milchsäure.

         

        Mariensteiner:

        Kreuzung zwischen Silvaner und Rieslaner. Liefert gute lagerfähige Weine mit einem feinen Pfirsichbukett.

         

        Markenwein:

        durch Verschnitt Mengen verschiedener Weine hergestellt, um über einen längeren Zeitraum einen geschmacklich und qualitätsmäßig gleichbleibenden Weintyp auf den Markt bringen zu können

         

        Mazeration:

        Herauslösen von Farbe und Frucht aus Beerenhaut und Fruchtfleisch.

         

        Mehltau, echter:

        überzieht Blätter und Trauben des Weinstocks mit einem mehlartigen Belag und bringt diese zum absterben. Kam Mitte des letzten Jahrhunderts aus Amerika zu uns. Zeitweise bedrohte er die Rebkulturen ernstlich, ist aber heute unter Kontrolle gebracht.

         

        Méthode Champenoise:

        Gärverfahren beim Champagner (Flaschengärung).

         

        Methylalkohol:

        auch Methanol. Giftiger Alkohol, von dem im Wein maximal 0,1 Gramm pro Liter enthalten sein darf.

         

        Milchsäure:

        in Rot- und eineigen Weißweinen vorhandene milde Säure, entsteht durch die malolaktische Gärung.

         

        Millésime:

        frz. für Jahrgang.

         

        Mineralisch:

        Duft- und Geschmackseindruck bei Weinen.

         

        Mostgewicht:

        Maßeinheit für den Zuckergehalt der Trauben und damit für den potentiellen Alkohol des Weins. In Deutschland in Öchsle, in Österreich in Klosterneuburger Mostwaage, in Italien in Babo, in Frankreich und Australien in Baumé, in Amerika in Brix gemessen.

         

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        N

         

        Nase:

        Im Weinjargon für Duft (Aroma oder Bukett)

         

        Naturwein:

        bis zur Einführung der Prädikatsweine durch das Deutsche Weingesetz zugelassener Ausdruck für nicht mit Zucker angereicherten Wein.

         

        négociant:

        Weingroßhändler. Kauft oft Wein in Fässern und füllt selbst ab.

         

        Nervig:

        bezeichnet meist einen noch jungen, lebhaften, aber entwicklungsfähigen Weißwein mit rassiger Säure.

         

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        O


        Öchsle:

        Mostgewicht; Skala für den Zuckergehalt der Trauben (franz. Baumé)

         

        Önologie:

        Wissenschaft vom Wein, umfaßt sowohl Kellertechnik als auch den Weinbau.

         

        Önothek:

        (ital.: enoteca) Laden mit den Weinen einer Region, in großer, repräsentativer Zahl zusammengestellt.

         

        Oidium:

        Fachausdruck für den Echten Mehltau.

         

        Organoleptische Prüfung:

        eine die Sinne - Aussehen, Geruch, Geschmack - nutzende Methode, die Qualität von Wein zu prüfen.

         

        Oxidiert:

        Schaler, flacher Geschmack in Folge übermäßiger Berührung mit Luft

         

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        P


        Passito:

        ital. Ausdruck für aus luftgetrockneten Trauben erzeugten Wein (Vin Santo).

         

        Pièce:

        im Burgund übliche Bezeichnung für ein Eichenholzfaß mit 228 Liter Inhalt.

         

        Pinot blanc:

        Weißweintraube, die fruchtige Weine ergibt. Hauptanbaugebiete: Champagne, Elsaß.

         

        Pinot gris:

        Ruländer, im Elsaß früher: Tokay d'Alsace, liefert runde, frische Weine.

         

        Pinot noir:

        Blauburgunder, ergibt samtige Rotweine, Hauptanbaugebiete: Bourgogne, Champagne

         

        Pommard:

        bekanntester, aber nicht bester roter Burgunder von der Côte de Beaune

         

        Prä-Phylloxera:

        die Zeit vor der Reblauskatastrophe, die in Europa um 1870 einsetzte.

         

        Prädikatsweine:

        Nach dem Deutschen Weingesetz werden die Qualitätsweine in solche ohne und solche mit Prädikat unterteilt: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein. Prädikatsweine dürfen grundsätzlich nicht angereichert, chaptalisiert, werden.

         

        Premier Grand Cru Classé:

        erste der fünf Kategorien, in die die Châteaux im Médoc durch die Klassifizierung von 1855 eingestuft wurden. Unter die Kategorie fallen: Lafite Rothschild, Latour, Margaux, Mouton-Rothschild und Haut-Brion

         

        Primeur (meist Beaujolais):

        junger, frischer Rotwein, der kurz nach der Gärung abgefüllt und wenige Monate später getrunken wird. Erstverkaufstag ist jedes Jahr der dritte Donnerstag im November (für Beaujolais Primeur).

         

        Empfohlene Trinktemperatur: 10-12 Grad

         

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        Q


        Qualitätswein (b. A.):

        höchste Kategorie der europäischen Weingesetzgebung. Festgelegt werden der regionale oder lokale Ursprung des Weins, die Traubenzusammensetzung, die Mengenbegrenzung, der Mindestalkoholgehalt.

        Qualitätswein mit Prädikat: oberste Kategorie des deutschen Weins (siehe auch "Prädikatsweine")

         

        Quinta:

        portug. für Weingut.

         

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        R


        Rappen:

        Kamm

         

        Reblaus:

        Zu den Pflanzenläusen gehörendes Insekt, das sich an den Wurzeln der Reben festsetzt. Der im 19. Jahrhundert aus Nordamerika eingeschleppte ca. 1/2 mm große Schädling verursacht vor allem Wucherungen an den Wurzeln. Bekämpft wird die Reblaus durch resistente Züchtungen, Quarantäne und Schwefelkohlenstoff.

         

        récolte:

        Ernte, bezeichnet auf Weinetiketten den Jahrgang

         

        reduktiv:

        weitgehend unter Sauerstoffabschluß erzeugter Wein. Verfahren, um spritzige, duft- und fruchtbetonte Weißweine zu erhalten. Gegenteil: oxydativ.

         

        Refraktometer:

        Instrument zur Bestimmung des Mostgewichts der Beeren im Weinberg.

         

        Reintönig:

        für die Traubensorte typischer Geschmack und Duft ohne Nebentöne.

         

        Reinzuchthefe: im Labor gezüchtete Hefe, die bei der Vergärung des Weins benutzt wird. Vorteil: leichtes Angären, geringes Risiko des Steckenbleibens der Gärung. Nachteil: Gefahr der Uniformität im Geschmack und sortenuntypische Aromen.

         

        Reserva:

        span. Bezeichnung für einen Wein, der erst im vierten Jahr nach der Lese in den Handel kommt.

         

        Restzucker:

        unvergorener, im Wein verbliebener Zuckerrest nach der Gärung. Er macht den Wein mehr oder weniger süß. Restzucker darf auch dem durchgegorenen Wein zugesetzt werden, in Deutschland in Form von Süßreserve, beim Champagner als Dosage.

         

        Ried:

        österreichische Bezeichnung für eine Einzellage.

         

        Riesling:

        trockener, fruchtiger, eleganter Weißwein aus der Riesling-Traube aus dem Elsaß

         

        Ripasso:

        traditionelles, in Italien (Valpolicella) gebräuchliches Verfahren, junge Rotweine auf der Maische eines hochwertigeren Weins nachzuvergären, um so den Wein zu verbessern.

         

        Rosé:

        Hellroter Wein von dunklen Trauben, bereitet durch rasches Abpressen, so daß nur wenig Farbstoff aus der Beerenhaut in den Wein gelangt

         

        Rosé d'Anjou:

        etwas liebliche Roséweine mit A.C. von der Loire

         

        Rouge:

        franz.: Rot

         

        Rütteln:

        das Drehen der Champagnerflaschen per Hand im Rüttelpult. Dabei wird
        die Hefe in den Flaschenhals befördert, um sie später degorgieren zu können.

         

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        S


        Schaumwein:

        Sammelbezeichnung für Weine, in denen Kohlendioxyd gelöst ist (Sekt, Champagner, Cava, Spumante).

         

        Schillerwein:

        in Württemberg beliebter Roséwein, der durch Mischen von Rot - und Weißweinen entsteht.

         

        Schönen:

        Stabilisieren des Weins während der Faßlagerung mit Eiklar oder Bentonit (mineralische Erde), um Trübungen zu beseitigen.

         

        Schwefel:

        wird dem Wein als schweflige Säure zugesetzt, um ihn vor Oxydation zu schützen und damit haltbar zu machen.

         

        sec:

        trocken, bei Champagner meist Brut genannt

         

        Sélection des Grains Nobles:

        hochkarätige Elsässer Beeren- oder Trockenbeerenauslese mit mindestens 110 Grad Öchsle aus Riesling, Muscat, Gewürztraminer und Pinot gris.

         

        Soave:

        Berühmter, frischer und leichter Weißwein aus Verona

         

        Solera:

        bei der Sherry-Produktion übliches Verfahren, den natürlichen Schwund im Faß eines alten Sherrys durch Sherry jüngerer Jahrgänge auszugleichen, so daß am Ende ein Jahrgangsverschnitt entsteht.

        Sommelier: Weinkellner.

         

        Sommerschnitt:

        Ausdünnen von Fruchtständen an der Rebe, um die Menge zu reduzieren und die Qualität zu steigern.

         

        spritzig:

        Wein mit einem deutlichen Rest von natürlicher Kohlensäure.

         

        Stillwein:

        Sammelbegriff für alle Weine ohne nennenswerten Gehalt an Kohlensäure.

         

        Süßreserve:

        geschwefelter Traubenmost, der Weinen zugesetzt werden kann, um sie zu süßen.

         

        Sylvaner:

        erfrischender, trockener, leichter Weißwein, wird viel im Elsaß und in Deutschland angebaut

         

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        T

         

        Tafelwein:

        unterste und größte Kategorie europäischer Weine, an die geringe qualitative Anforderungen gestellt werden - vin de table, vino da tavola

         

        Tannin:

        Gerbstoff, eine in den Schalen, Stielen und Kernen der Trauben vorkommende Substanz; gelangt aber auch aus Eichenfässern in den Wein. Tannin wirkt konservierend und ist deshalb in Weinen, die für längere Lagerzeit bestimmt sind, ein wesentlicher Bestandteil.

         

        Tastevin:

        Weinprobierschale

         

        Temperaturkontrolle:

        kontrollierte Gärführung, zum Beispiel mit einer niedrigen Temperatur im Gärbehälter, um eine langsame, gezügelte Gärung zu gewährleisten und reintönige Weine mit mehr Frucht zu erzielen (bei Weißweinen etwa 16 bis 20 Grad Celsius, bei Roten 27 bis 30 Grad).

         

        terroir:

        frz. Boden, bezeichnet das Zusammenspiel von Boden, Lage und Klima für die Prägung des Weins.

         

        Tête de cuvée:

        ein vor allem in der Bourgogne gebräuchlicher Ausdruck für die crème de la crème eines Weines

         

        Tinto:

        spanischer Ausdruck für Rotwein (für Likörweine auch "negro")

         

        Tokay:

        im Elsaß wurde früher so der Wein aus der Pinot gris-Traube genannt; Tokay ist ein runder, voller Weißwein

         

        Traube:

        Frucht der Rebpflanze

         

        Traubenmühle:

        Gerät zum Mahlen der Beeren zwischen zwei gegeneinander laufenden Gummirollen, um aus Trauben Maische herzustellen.

         

        Traubensaft:

        Most. Entsteht durch Mahlen bzw. Pressen der Trauben. Ein Kilo Trauben ergibt nomalerweise 0,7 Liter Most.

         

        Traubenwickler:

        gefährlicher Schädling, der als Heu- oder Sauerwurm an des Gescheinen (Trauben vor der Blüte) der Rebpflanze frißt und diese zerstört. Wird mit Insektiziden bekämpft.

         

        Traubenzucker:

        auch Saccharose, Inhaltsstoff des Mostes, aus Glucose und Fructose bestehend. In der Reifezeit nimmt der Gehalt an Traubenzucker stetig zu und parallel dazu die Säure stetig ab.

         

        Trester:

        ausgepreßte Schalen mit den Kernen. Wird als Brennstoff, organischer Dünger oder als Grundstoff für die Destillation von Tresterschnaps (Grappa) weiterverwendet.

         

        Tresterhut:

        Schalen, Stiele und andere feste Traubenbestandteile, die bei der Maischegärung auf dem Saft schwimmen.

         

        trocken:

        Laut dem Weingesetz: Wein mit einem unvergorenen Restzuckergehalt von maximal 9g/l

         

        Trockenbeerenauslese:

        Prädikat für die höchste Stufe der Güteklasse "Qualitätswein mit Prädikat". Nur rosinenartig eingeschrumpfte, edelfaule Trauben werden für die Kelterung verwendet. Der Alkoholgehalt ist sehr gering (mind. 5,5%). Das Mindestmostgewicht liegt bei 150° Öchsle.

         

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        U

        Umpfropfen:

        Wechsel der Rebsorte im Weinberg durch Aufsetzen eines Reises der neuen Sorte auf den abgesägten Stamm des alten Rebstocks.

         

        Umpumpen:

        Bei der Maischegärung wird damit die Extraktion intensiviert. Dabei zieht man den gärenden Wein unten im Tank ab und gibt ihn mit einem Schlauch wieder oben auf den Tresterhut, so daß dieser umspült wird.

         

        Unterlagsrebe:

        Rebstamm mit Wurzelsystem, wegen ihrer Resistenz gegen die Reblaus meist amerikanischen Ursprungs.

        Ursprungsbezeichnung: gesetzlich geschützte Herkunftsangabe auf dem Etikett.

         

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        V


        Valpolicella:

        Einfacher, aber gut bekömmlicher, italienischer Rotwein aus der Gegend um Verona.

         

        VDP:

        Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter. Freiwilliger Zusammenschluß von 184 deutschen Spitzenweingütern, die an sich selbst und ihre Weine höhere Qualitätsanforderungen stellen als das Weingesetz und die regionalen Weinbauverbände.

         

        V.D.Q.S.:

        (Vin délimité de qualité supérieur) Wein höherer Qualität aus einer bestimmten, genau abgegrenzten Gegend. Rangiert nach dem französischem Recht hinter den A.C.-Weinen

         

        vendange tardive:

        frz. Spätlese. Vor allem im Elsaß gebräuchliche Bezeichnung für edelsüße Weine, die der Auslese in Deutschland vergleichbar sind.

         

        veredeln:

        Aufpfropfen eines Edelreises auf eine Unterlagsrebe - umpfropfen.

         

        verschneiden:

        Mischen von unterschiedlichen Weinpartien, Rebsorten oder Weinen aus verschiedenen Regionen zu einem neuen Wein.

         

        vieilles vignes:

        alte Reben, daher besonders gut, aber nicht mehr so ertragreich und die ganze Kraft des Rebstockes geht in die Trauben

         

        vigna, vigneto:

        ital. Weinberg.

         

        vigne:

        Rebstock

         

        vignoble:

        Weinberg, Weinbaugebiet

         

        viña:

        spanisch für Weinberg

         

        vin blanc:

        Weißwein

         

        VIN CUIT:

        "gekochter Wein"; Provencalische Spezialität für Weihnachten und festliche Angelegenheiten. Durch das Kochen des RoséWeines ist der Saft so konzentriert, daß nach der sehr langen Gärung ein süßer und gehaltvoller Dessertwein entsteht.

         

        vin de pays:

        Landwein, eher einfach

         

        vin de table:

        Tischwein, Tafelwein, Qualität unterschiedlich, vin de pays empfehlenswerter

         

        Vinifikation:

        Weinbereitung. Keltern der Trauben und Vergären des Mostes.

         

        vin mousseux:

        Schaumwein

         

        vin rouge:

        Rotwein

         

        vintage:

        engl. Jahrgang.

         

        vitis vinifera:

        lat. Bezeichnung für die aus Europa stammende, speziell zur Weinerzeugung geeignete Rebpflanze.

         

        vollmundig:

        voller, körperreicher Wein mit höherem Alkoholgehalt.

         

        vono da tavola:

        ital. Tafelwein. Bezeichnung für einfache, aber inzwischen auch für sehr hochwertige Weine, die nicht in die Kategorie des DOC passen.

         

        Vorlaufmost:

        der hochwertige Mostteil, der nach dem Mahlen der Trauben ohne weiteres Pressen von der Kelter läuft.

         

        vqprd:

        frz. Von de qualité produit dans des régions déterminées.Entspricht dem deutschen Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA).

         

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        W


        Weinsäure:

        erwünschte hochwertige Säure, die den größten Teil an der Gesamtsäure des Weins ausmacht, in kühlen, regnerischen Jahren jedoch im Geschmack von der harten Apfelsäure dominiert werden kann.

         

        Weinstein:

        kristalline Ablagerungen, die gelegentlich auf dem Flaschenboden von Weißweinen zu finden sind. Dabei handelt es sich um Ablagerungen der Weinsäure, die sich im Jungwein, vor allem aber im Laufe des Alterungsprozesses bilden können. Kein Weinfehler, beeinträchtigt auch nicht den Geschmack.

        Weißer Riesling: fachlich korrekte Bezeichnung für den vor allem in Deutschland gepflanzten Riesling.

         

        Weißherbst:

        deutscher Ausdruck für Roséweine

         

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        Z


        Zentrifugieren:

        vor allem in der Weinindustrie, aber auch bei vielen deutschen
        Winzern übliche Methode, um die Weißweinmoste vor der Gärund zu säubern.
        Umstritten, da nicht sehr schonend.

         

        Zucker:

        - Traubenzucker -

         

        Zweite Gärung:

        Ausdruck für die malolaktische Gärung.

         

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        (c) Uwe Hoffmann 1998 (Veröffentlichung - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Autors

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