Anreise:
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      Nächte Zimmer/App. Personen*
      * pro Zimmer / Appartment
      Unterkunftsart
      © feratel media technologies AG

        Die Arbeiten des Winzers

        Die Tätigkeiten des Winzers von heute sind sehr vielfältig. Neben den intensiven Arbeiten im Weinberg und Keller, muss der Winzer von heute auch gute Kenntnisse in Marketing, Werbung und Verkauf besitzen, um seine Produkte bestmöglich zu vermarkten. Auf diese verkaufsfördernden Maßnahmen wird seit einigen Jahren auch im Ausbildungsbild zum Winzer verstärkt wert gelegt. Doch vor dem Verkauf steht die Produktion, Herstellung der Weine. Sehr wichtig für die Qualität der Weine sind neben der Kellertechnik besonders die Arbeiten im Weinberg, rund um den Weinstock ...

         

         

        Rund um den Weinstock
         
        Rund um den Wein

        Bodenbearbeitung
        Düngung
        Binden
        Laubarbeiten
        Erziehungsarten
        Rebschutz
        Schädlinge
        Rebveredelung
        Flurbereinigung

         

        Kelterung
        Mostgewicht, Oechsle, Säure
        Lagerung, Trinktemperatur - 
          Verbrauchertipps

        Etikett
        Weinbezeichnungen
        Wein zum Essen

        R u n d   u m  d e n  W e i n s t o c k  

         

         

        B O D E N B E A R B E I T U N G

         

        Früher: von Hand mit Karst und Pickel

         

        Heute: mit verschiedenen Maschinen und Geräten, am Steilhang im Seilzug, in der Ebene im Direktzug.

         

        Zweck: Lockerung und Belüftung des Bodens, Einarbeiten von Dünger, Regulierung des Unkrautbewuchses.

         

        Alternativen zur Bodenbearbeitung: Abdeckung des Bodens mit Stroh oder anderer organischer Masse, Dauerbegrünung nur bei ausreichendem Niederschlag (600-700mm/Jahr)   

         

         


         

         


         

         

         

         

         

         


        D Ü N G U N G 

         

         

        Früher: nur mit organ. Dünger, eigener< Stallmist, sehr selten (alle 5 bis 10 Jahre); bei Rodungen mit der Asche des gerodeten Bewuchses.

         

        Heute: Organischer Dünger: Stallmist, Hühnerdung, Knochenmehl, Horn- späne, Torf, Baumrinde, Stroh, Kompost, Klärschlamm
        Mineraldünger: Natürlich vorkommende Gesteinsmehle wie Kalke, Phosphate, Kali- und Magnesiumsalze, industriell hergestellte oder gemischte Dünger

         

        Zweck: Schaffung einer gesunden Bodenstruktur und Bakterientätigkeit, Ersatz der dem Boden entzogenen Nährstoffe. sehr wichtig, da Weinbau Monokultur und kein Fruchtwechsel möglich. Die Ausbringung des Düngers erfolgt von Hand oder mit Düngerstreuer. 
        "Pflanzen neuer Reben"

         


         

         

         

        R E B S C H N I T T

         

         


        Er beeinflusst Erziehung und Ertrag.
         

        Zweck: Formgebung, Raumbeschränkung
        Zeitpunkt: nach dem Laubfall
         

        Ausführung: mit einer Rebschere wird alljährlich das 2-jährige Holz zurückgeschnitten und< vom 1-jährigen lässt man nur die als Fruchtruten erforderlichen Triebe >stehen. In unregelmäßigen Abständen kann auch ein Rückschnitt des alten Holzes erforderlich sein. Das abgeschnittene Rebholz wird im Weinberg belassen und zerkleinert (Rebhäcksler)

          


         

         

         

         

         

         

         

        B I N D E N

         

        Zeitpunkt: vor dem Austrieb (Knospenschwellen) 

        Zweck: Formierung der Tragreben (abhängig von Erziehungsart) Erzielung eines gleichmäßigen Austriebes und Ertrags
         

        Bindematerial: Weiden, Draht, Kunststoff 

         

         


         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         

         


        L A U B A R B E I T E N

         

         

        Sie sind abhängig von: Rebsorte, Erziehungsart, Standort. Sie beeinflussen: Blüteverlauf und Fruchtansatz, Menge und Güte, Gesundheit der Reben und Schädlingsbekämpfung
         

        Zeitpunkt: Mai, Juni, Juli, August

        Arten der Laubarbeit: Ausbrechen der unfruchtbaren Wasserschosse, Einkürzen der Seitentriebe, Aufbinden oder Unterstecken der Fruchttriebe für das nächste Jahr, Geiztriebe entfernen oder einkürzen, Gipfeln (abschneiden, der über die Unterstützung hinausragenden Triebe) Laubarbeit ist überwiegend Handarbeit.

         

        In Direktzuglagen kann sie durch den Laubschneider und durch ein Laubheftgerät erleichtert werden.

         


         

         

         

         

         

         

        E R Z I E H U N G S A R T E N

         

         


        Wir unterscheiden im wesentlichen die Pfahlerziehung und die Drahtrahmenerziehung. Die Pfahlerziehung ist eine der ältesten Erzeihungsarten.

         

        Sie war schon im alten Griechenland üblich - seit dem 1. Jahrhundert gibt es die Pfahlerziehung auch an der Mosel.

         

        Der Weinstock steht an einem Pfahl, die Fruchtruten werden bogen (herz-)förmig gebunden.

         

        Sie erfordert sehr viel Laubarbeit, behindert die Mechanisierung. heute fast nur noch am Steilhang üblich.

         

        Der Drahtrahmen erfordert keine Pfähle, nur Pfosten zur Befestigung von 4-6 Drähten übereinander, auch paarweise Heftdrähte.

         

        Biegdrähte (die 2 untersten) dienen zur Befestigung der Tragreben. Die oberen Haftdrähte geben den wachsenden Sommertrieben halt.

        Vorteile: kein Anbinden der Sommertriebe erforderlich, nur unterstecken, verstärkte Mechanisierung möglich  "Drahtrahmenerziehung"

         


         

         

         

         

        R E B S C H U T Z Krankheiten

         


        Ursache: Pilzbefall zerstört das Pflanzengewebe (Blätter, Triebe, Trauben)
        1. Peronospora
        2. Oidium (echter Mehltau)
        3. Roter Brenner
        4. Botrytis
        5. Schwarzfleckenkrankheit

         

        Bekämpfung vorbeugend, da bei Befall bereits sofort größerer Schaden entsteht: Spritzen von Hand, Sprühen mit Sprühgerät, Hubschraubereinsatz; die Bekämpfungsmittel sind organisch aufgebaut, nach 4-6 Wochen abgebaut, daher bleiben keine Rückstände im Wein
        Alternative: Züchtung resistenter Rebsorten, die Weinqualität vorhandener Resistenzkreuzungen ist jedoch bisher gering Rebschutz ist notwendig Die Krankheiten würden sonst die Weinstöcke zerstören und die Ernte reifer, zur Weinherstellung geeigneter Trauben verhindern.

         


         

         


        S C H Ä D L I N G E

         


        Der Weinstock kann an allen ober- und unterirdischen Teilen von Schädlingenbefallen werden.
        Bekannteste Schädlinge: Traubenwickler (Heu- u. Sauerwurm), Rhombenspanner, Rote Spinne (Obstbaumspinnmilbe), Reblaus, Dickmaulrüssler, Rebstichler, Springwurm, Bohnenspinnmilbe, Erdraupen, Kräuselmilbe, Schnecken, Weinblattgallmilbe, Vögel, Wild.

         

        Die Bekämpfung der Schädlinge erfolgt gezielt bei Befall mit speziellen, auf die Art ausgerichteten Mitteln. Der Winzer vermeidet damit die Beeinträchtigung unschädlicher Insekten und Tiere. Vögel und Wild kann der Winzer nur abschrecken (Lärm) oder aussperren< (Netz, Zaun). Wie es unsere Großväter schon erlebten und auch heute in Versuchen immer wieder festgestellt wird, können wir auf eine gezielte und vernünftige Schädlingsbekämpfung noch nicht verzichten.  

         


         

         

        R E B V E R E D E L U N G

         


        Rebveredelung ist eine besondere Form des Rebschutzes. Sie soll unsere Weinberge vor den Folgen eines Reblausbefalls schützen. 1860 wurde die Reblaus von Amerika nach Europa eingeschleppt. Erstes Auftreten an der Mosel 1912. Die Reblaus befällt die Wurzeln des Weinstocks. An den Bißstellen faulen die Wurzeln ab. Bei unseren europäischen Weinreben führt dies immer zum Absterben der Rebe. Bestimmte Wildreben können aber sehrgut mit dem Reblausbefall leben.

         

        Deshalb veredelt man Europäer-Reben auf Unterlagen von ausgesuchten Kreuzungen amerikanischer Wildreben. So vereinigt die Rebveredelung die Vorzüge der Wildrebe und die der Edelrebe in der Pfropfrebe. Die Pfropfrebe ermöglicht dem Winzer und dem Weinstock das Leben MIT der Reblaus, denn die Vernichtung der Reblaus in einem Weinberg bedingt auch die Vernichtung der Rebstöcke darin. 

         


         

         

         

        F L U R B E R E I N I G U N G

         

        Zweck: Erschließung des Weinberggeländes durch Wege. Vergößerung der Parzellen durch Zusammenlegen kleinerer Weinberge eines Besitzers zu einem großen. Bau< von Stützmauern. Verbesserung an Wasserführung, Windschutz, Drainagen etc. Umstellung auf Pfropfreben.

         

        Die Flurbereinigung erleichtert die Bebauung der Weinberge und hilft damit die typische, von der Rebe geprägte Mosellandschaft zu erhalten. Eine Sozialbrache kann oft verhindert werden. Die hohe Arbeitsbelastung wird etwas erträglicher und die< Überlebenschance mancher Winzerbetriebe und Weinberge damit größer. 

         


         

         

         

        R u n d   u m  d e n   W e i n

         

        1. K E L T E R U N G


        Durch Keltern gewinnen wir den Saft aus den Trauben. In alter Zeit durch Treten mit den Füssen (römische Kelterbecken) Später mechanische Pressen aus Holz, Baumkelter - Hebel und Schraube Torkel - Schraubspindel Korbkelter mit Stahlspindel und Übersetzung Korbkelter mit Hydraul. Druckwerk, Über - oder Unterdruck 1 oder 2 Druckkörbe
        Heute: Mechanische Pressen mit Motor und horizontalem Korb, Kunststoff/ Edelstahl, hydraulische und pneumatische Horizontalpressen. Kontinuierliche Schneckenpressen in Großbetrieben. Die Kelterung soll schonend und zügig erfolgen. Weiße Trauben nicht zu lange auf der Maische stehen lassen. Vorheriges Mahlen meist erforderlich, oder Anquetschen im Erntewagen. Entrappen bei weißen Sorten nicht notwendig. Rückstände sind die Trester = Beerenhäute, Kerne, Stiele.

         


         

         

        2. M O S T G E W I C H T, O E C H S L E, S Ä U R E


        Mostgewicht ist spezifisches Gewicht in Gramm, das 1 L Most schwerer als 1 L Wasser. Mostgewicht in Grad Oechsle entspricht etwa Gramm Alkohol pro Liter im fertigen Wein. Gemessen wird meist mit der, von dem Pforzheimer Physiker Ferdinand Oechsle (1774-1852) erfundenen, Mostwaage-Ärometer.
        Ein wichtiger Bestandteil des Weines ist die Säure. Weine ohne Säure sind matt und ohne Charakter. Säure gibt dem Wein Rasse und Eleganz. Moselweine, und hier besonders der Riesling, sind berühmt für ihre anregende Fruchtsäure. Der Wein enthält
        in der Hauptsache Wein- und Apfelsäure. Überwiegt der Weinsäureanteil = guter harmonischer Jahrgang.
        Weinstein = Kristallausscheidung in Fass und auch auf der Flasche, bildet sich häufig bei früh abgefüllten, aber auch bei älteren hochwertigen Weinen = weinsaures Kalium, positives Zeichen für gehaltvolle Weine.

         


         

         

        3. W E I N B E R E I T U N G

         


        Die Gärung
        Dies ist die Umwandlung von Zucker zu Alkohol durch die Weinhefen. Dabei enstehen auch viele Nebenprodukte des Hefestoffwechsels. Diese Säuren, Ester und höherwertige Alkohole tragen entscheidend zum Geschmacksbild des fertigen Weines bei. Hefen sind natürlich im Most vorhanden. Ihre Vermehrung bewirkt den Beginn und die Beschleunigung der Gärung. Aus keltertechnischen Gründen werden heute vor allem in Großbetrieben die Moste mit besonderen Reinzuchthefen vergoren.
        Der Abstich
        Beim Abstich wird der junge Wein von den Hefen und anderen natürlichen Trubstoffen getrennt. Der Wein wird mit einer Pumpe vom Trub abgezogen und in ein sauberes frisch geschwefeltes Fass gefüllt. Damit ist der junge Wein so gegen Jahresende probierfähig. Ein zweiter Abstich verbunden mit einer Filtration zur blitzblanken Klärung ist meist im darauffolgenden Januar. Wir unterscheiden Schichtenfiltration, Anschwemmfiltration mit Kieselgur und Membranfiltration bei der Abfüllung.

         

        Die Füllung
        Bevor der Wein in die Flasche gelangt, ist eine entkeimende Filtration erforderlich. Sie verhindert, dass Hefen und Bakterien mit in die Flasche gelangen. Die Abfüllgeräte müssen steril sein. Dies erreicht der Winzer meist durch Erhitzen mit Dampf. Man vermeidet so eine Nachgärung der Weine auf der Flasche. Der Füllzeitpunkt muss der Entwicklung des Weines angepasst sein. Er beeinflusst stark die Lagerfähigkeit. Im Gegensatz zu früher, wo nur durch mehrjähriges Fasslager eine Flaschenstabilität erreichbar war, füllen die Winzer heute zumeist im auf die Ernte folgenden Frühjahr ihre Weine ab. Das garantiert dem Weinfreund frisch fruchtige haltbare Weine, die erst nach mehrjährigem Flaschenlager ihren Entwicklungshöhepunkt erreichen.

         


         

         

        4. LAGERUNG, LEBENSDAUER, GLÄSER, TRINKTEMPERATUR & VERBRAUCHERTIPPS

         

        Weinflaschen sollten stets liegend gelagert werden, dunkel und kühl bei nicht allzu trockener Luft. Nur so ist eine optimale Haltbarkeit gewährleistet. Diese liegt beim Riesling zwischen 5 und 10 Jahren, oft länger. Säurearme Sorten, wie Müller-Thurgau und ähnliche sollten nach 5-6 Jahren getrunken sein. Diese Angaben sind nur Anhaltspunkte. Es gibt immer wieder Weine, die sich nicht in diesem Rahmen einordnen lassen, sowohl positiv wie auch negativ. Jeder Wein erreicht seinen geschmacklichen Höhepunkt nach einer unterschiedlichen Entwicklungsdauer.


        Auch Weine, die diesen Punkt überschritten haben, finden noch oft ihre Liebhaber, die eine schöne Altersfirne schätzen. Überreife - Firne! Irgendwann kommt aber einmal der Zeitpunkt an dem das Alter des Weines nur noch einen Liebhaber- oder Sammlerwert darstellt. Zum Genuss sind solche Weine nicht unbedingt zu empfehlen.


        Zum richtigen Genuss beim Trinken gehören auch die richtigen Gläser. Der Glaskelch sollte apfelförmig sein und sich nach oben verjüngen. Ein richtiges Probierglas hat auch einen Stiel. Nur so ist die Hand weit genug von der Glasöffnung entfernt, und stört nicht mit ihrem Eigengeruch die Nase des Genießers beim Prüfen der Blume des Weines.


        Weißwein sollte etwa mit 12-14 Grand serviert werden, Rotwein mit Zimmertemperatur. Zu tiefe Temperaturen beeinträchtigen das Aroma des Weines.

         


         

         

        5. E T I K E T T

         

         

        Das Etikett ist die Visitenkarte des Weines. Es enthält den Namen (Lage) des Weines und die Herkunft, außerdem den Erzeuger oder den Abfüller. Auch Jahrgang und Rebsorte sind meist auf dem Etikett zu lesen. Bei Qualitätsweinen ist die amtliche Prüfnummer verzeichnet.

         


         

         

        6. W E I N B E Z E I C H N U N G E N

         

        Tafelwein
        einfach, nicht so alkoholreich, dennoch sortentypischer Tischwein, durchschnittl. Anteil an der deutschen Ernte bis 10%. Lagebezeichnungen sind nicht
        zugelassen.

         

        Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete QBA:
        Stammen aus einem bestimmten Anbaugebiet z.B. Mosel-Saar-Ruwer. Sie stellen etwa 60% der deutschen Weine und damit die Grundlage jedes Weinsortiments. Die engstmögliche Bezeichnung ist erlaubt (Einzellage). Oft sehr elegante vollmundige Trink- und Tischweine, auch im trockenen und halbtrockenen Bereich, da fast 12 Vol % möglich, vorzüglich zum Essen geeignet. Nur der Absatz von Qualitätweinen zu ausreichenden Preisen garantiert den Fortbestand der Moselwinzer!!

         

        Hochgewächs
        Ausschließlich aus Trauben der Rebsorte Riesling. Er muß 10 ° Oechsle über dem natürlichen Mindestalkoholgehalt liegen. Schließlich muß er bei der Sinnenprüfung der amtlichen Qualitätsprüfung mindestens die Qualitätszahl 3 erreicht haben.

         

        Kabinett
        Hier finden wir unsere leichtesten Weine - spezieller Vorteil der Moselweine. Sorgfältig ausgebaut und gepflegt
        überzeugen Sie durch ihre Feinheiten und Bekömmlichkeit (geringer Alkohol). Kabinettweine sind Kneippweine, die auch nach einigen Gläsern mehr, keine Reue aufkommen lassen.

         

        Spätlese
        Hier beginnen die großen Weine. Nur< gute Lagen oder gute Jahre bieten die Voraussetzungen für Weine solcher Güte. Spätlesen werden nach Beendigung der allgemeinen Lese unter besonderer Sorgfalt aus vollreifen Trauben geerntet. Ihre Besonderheit und Qualität fordern einen angemessenen Preis. Gerade der Riesling hat im Spätlese-Bereich oftmals seine ansprechendsten und typischsten Weine.

         

        Auslese
        Weine, die wie der Name sagt, nur durch auslesen der reifsten und edelsten Trauben gewonnen werden. Sie zeichnen sich durch eine seltene Fülle des Aromas und des Buketts aus. In außergewöhnlich guten Jahren befällt der Botrytispilz die reifen Beeren und bringt durch Flüssigkeitsentzug eine Fruchtkonzentration mit besonderer Geschmacksnuance - Botrytis-Ton. Riesling - Auslesen zählen zu den Kostbarkeiten eines jeden Weinkellers.

         

        Beerenauslese u. Trockenbeerenauslese
        Die edelsten Kreszenzen überhaupt. Durch die Auswahl nur der besten, überreifen, edelfaulen, botrytisbefallenen Beeren, bei der Trockenbeerenauslese sogar rosinenartig eingeschrumpft, entstehen nach sorgfältiger Kelterung und Behandlung, Weine, die auf der Welt ihresgleichen suchen.

        Von herzhafter Süße, mit einer Vielfalt und Eindringlichkeit von Geschmack und Duft, die den Vergleich mit dem sagenhaften Nektar angemessen erscheinen lassen. Nur in wenigen Jahren ist dem Winzer die Ernte einer solch außergewöhnlichen Kostbarkeit vergönnt. Um so dankbarer ist er für jede Gelegenheit eine solche Rarität zu kosten.

         

        Eiswein
        Wein aus gefroren gelesenen Trauben, die ohne zu mahlen abgepresst werden. Die Lese erfolgt meist nachts, da Minustemperaturen unter -7 Grad Celsius notwendig sind. Damit friert das Wasser in der Beere aus. Konzentrierter Saft - Frucht und Süße bei pikanter Säure. Nur in wenigen Jahren möglich. Extreme Qualitätskonzentration - besonders gehaltvolle Weine, die sehr alt werden können und oftmals erst nach 10 Jahren und mehr ihre Harmonie und Höhepunkt erreichen. Der Eiswein ist eine spezielle deutsche Rarität!!

         

        Rotwein an der Mosel
        Wie jüngste Archäologische Funde beweisen, gab es seit der Römerzeit in unserem Weinbaugebiet. Diese standen sowohl in geschlossenen Anlagen, wie auch im gemischten Satz. Im Laufe der Jahrhunderte setzten sich die weißen Rebsorten immer mehr durch. Der letzte Kurfürst von Trier, Clemens Wenzeslaus, befahl 1787 nur noch Riesling-Reben an der Mosel anzupflanzen. Mit dem Siegeszug des weißen Rieslings, wurden alle anderen Rebsorten nach und nach verdrängt.

         

        Der letzte geschlossene Weinberg mit Rotgewächsen an der Mosel wurde erst um 1936 gerodet. Mit der erlaubten Anpflanzung von Rotweinreben im Jahr 1987, wurde somit eine Jahrtausende alte Tradition wieder aufgenommen. In guten Lagen bilden, die schnelltrocknenden und leichterwärmbaren Schieferverwitterungsböden, mit einem mittleren Gehalt an Feinerde, ideale Voraussetzungen für gehaltvolle Rotweine. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass moselländische Weine vom Blauen Spätburgunder und Dornfelder selbst hohe Anforderungen von Rotweinliebhabern erfüllen. Vielversprechend und als wertvolle Ergänzung erscheint die pilz-resistente Neuzüchtung "Regent" mit einem mehr südlichen Rotweincharakter.

         

        Roséweine:
        ausschließlich aus Rotweintrauben unmittelbar nach der Lese abgepresst ergeben einen lachs-farbenen bis hellroten Wein.

         

        Weißherbst:
        hellgekelterte, aus Trauben einer einzigen roten Rebsorte, diese muß auf dem Etikett angegeben werden z.B. Spätburgunder Weißherbst

         

        Maischeerwärmung:
        führt zu einer intensiven Farbausbeute, fruchtbetonter Rotwein mit relativ wenig Gerbstoff, frühe Trinkreife

         

        Maischegärung:
        eine uraltes, bewährtes und klassisches Verfahren, Voraussetzung: gesundes, reifes und entrapptes Lesegut Ergebnis: farbtiefer, komplexer, kräftiger Rotwein mit einem höheren Gerbstoffanteil, benötigt eine längere Reifezeit, garantiert dafür auch eine lange Lagerfähigkeit

         

        Winzersekt der Mosel
        Die Rebsorte Riesling von den Steil hängen der Mosel besitzt alle Vorzüge eines idealen Grundweines um einen Sekt von höchster Qualität herzu stellen. Seine vornehme Eleganz, sein feinduftiges Bukett und unaufdringliches Aroma stehen harmonisch im Gleichgewicht mit der rassigen Frucht säure und der großen Nachhaltigkeit. Mosel-Riesling-Sekte sind Charakter volle, regional typische und unverwechselbare Erzeugnisse.

         

        In einer hochwertigen Veredlungsstufe be stechen sie in ihrer Ausgewogenheit, Frische und Lebendigkeit. Klassisch und individuell ausgebaut, meistens mit Angabe der Lage, der Rebsorte und des Jahrgangs, scheuen Winzersekte keines wegs den Vergleich mit dem vielge priesenen Champagner oder anderen Schaumweinen von Weltruf. Apéritif, zum Dessert, als Muntermacher pur, gemixt als Früchtebowle oder kalte Ente, Mosel-Riesling-Sekt sorgt bei vielen Anlässen für ansteckende, gute Laune und festliche Hochstimmung. Verpflichtend vorgeschriebene Geschmacksangabe: Bezeichnung extra brut, brut, extra trocken, trocken, halbtrocken.

         

         

        Restsüße bei:
        extra brut 0 - 6 g/Ltr.
        brut 0 - 15 g/Ltr.
        extra trocken 12 - 20 g/Ltr.
        trocken 17 - 35 g/Ltr.
        halbtrocken 33 - 50 g/Ltr.

        Geschmacksempfinden bei
        extra brut - durchgegoren
        brut - herb
        extra trocken - feinherb
        trocken - lieblich
        halbtrocken - süß

         



         

        Wein zum Essen


        Seit dem Altertum wird der Wein als Essensbegleiter geschätzt. Frucht, Frische und Säure des Weines beleben Zunge und Gaumen, aktivieren die Geschmacksnerven und helfen bei der Produktion von Enzymen und Fermenten. Erleichtern die Verdauung - hohe Bekömmlichkeit. Besonders der Mosel-Riesling ob trocken, halbtrocken oder lieblich ist der ideale Begleiter zu jeder Mahlzeit.

        Harmonie von Wein und Speise ist oberstes Gebot!
        Zu leichten Speisen passen leichte Weine - z.B. ein Riesling Kabinett
        Speisen und Getränke in Aroma und Geschmack sollten in
        aufsteigender Reihenfolge gereicht werden.
        Verwendet man Wein zum Kochen (Braten, Dessert o.a.), so sollte man zum Essen den gleichen Wein reichen.
        Zu neutralen Gerichten, wie Eierspeisen, Huhn, Kalbfleisch - serviert man neutrale frische Weine z.B. ein Qualitätswein der Rebsorte Müller-Thurgau.
        Zu aromatischen und würzigen Gerichten, wie Wild, Ragout oder Braten korrespondieren pikante, fruchtige Weine, z.B. ein Riesling Qualitätswein mit verhaltener Süße.
        Zu Fischgerichten trinkt man den klassisch, trockenen Mosel-Riesling am besten einen rassigen Riesling Kabinett.

         

        MOSELWEIN ZUM ESSEN - DAS NATÜRLICH BELEBENDE GETRÄNK!

         


         

         

        (c) Uwe Hoffmann 1998 (Veröffentlichung - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Autors

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